













„Draußen lernen – aber anders“ hieß unser inklusives Pilotprojekt mit der Stadtschule Bad Oldesloe, welches im Oktober 2024 startete und erfolgreich bis zum Schuljahresende 2026 lief. Möglich wurde die Umsetzung des Projektes mit Fördermitteln aus dem Startchancen-Programm des Bundesministerium für Bildung und Forschung des Landes Schleswig-Holstein.
In unserem natur- und erlebnispädagogischen Projekt tauschten bis zu 12 Schüler*innen mit sozial auffälligem Verhalten und schulischen Schwierigkeiten der Klassen 1 bis 4 einmal wöchentlich einen ganzen Schultag im gewohnten Klassenzimmer gegen ganzheitliches Lernen mit Jørdland in der Natur. Fern schulischer Konflikte und abseits starrer Lehrpläne erfuhren die Kinder individuelle Förderung bei Wind und Wetter im Freien.
Jørdland bildete im Projekt ein festes Team mit Britta Schlüter, Schulsozialarbeiterin der Stadtschule Bad Oldesloe. Gemeinsam entwarfen wir individuelle Entwicklungsziele pro Kind und für die Gruppe sowie niedrigschwellige Lösungen, um diese Ziele zu erreichen. Wir konnten schulische Erlebnisse der Woche unmittelbar aufgreifen und gestalteten bedarfsorientierte Angebote mit Konzentration auf soziales Lernen sowie Persönlichkeitsentwicklung.
Sabine Prinz (Rektorin Stadtschule Bad Oldesloe)
Wer bin ich? Was kann ich? Wo sind meine Grenzen? Wie gehe ich mit Konflikten um? Was will ich verändern? Was kann ich verändern? Darauf fanden wir gemeinsam Antworten, während wir uns und die Natur selbst erfuhren. Eine kontinuierliche Stärkung der Persönlichkeit und das Zusammenwachsen der alters durchmischten Gruppe brachten für alle teilnehmenden Kinder große persönliche Erfolge, die auch auf ihren regulären Schulalltag und das schulische Umfeld übertragen werden konnten. Die Jørdland-Tage waren für die Teilnehmer*innen körperlich, emotional sowie geistig herausfordernd und oft konfliktreich. Aber sie waren nach Aussagen der Beteiligten die besten Tage der Woche. Authentisch, persönlich, lehrreich und voller Abenteuer. So wie Schule sein sollte.
Auch schulische Vorgaben und unterrichtsbezogene Themen waren Teil des Jørdland-Schultages. Die Kinder verloren somit keine Zeit in der Schule. Vielmehr gewannen sie viele neue Fähigkeiten, neues Wissen und Eindrücke. Sie lernten miteinander und voneinander abseits vorgegebener und oft zurecht kritisierter Standardwege.